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    Post-Covid-Syndrom therapeutisch begleiten

    22.03.21 | 11:24 Uhr | Leipziger Messe

    Es kommt, geht und bleibt. So geht es derzeit einer Dunkelziffer an Menschen, die am Coronavirus erkrankt waren und Wochen später wieder oder immer noch mit Symptomen zu kämpfen haben. Die Rede ist vom Post-Covid-Syndrom. Derzeit beschäftigt es zahlreiche internationale Wissenschaftler, die dem Krankheitsbild auf den Grund gehen. Eines aber ist bereits sicher: Die Physiotherapie ist bei der Rehabilitation notwendig. Über das mögliche Vorgehen informiert der Vortrag „Physiotherapie bei Patienten mit Post-Covid-Syndrom“.

    Mehr als 2,6 Millionen bestätigte Fälle der Coronavirus-Krankheit meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am 17. März 2021. Knapp 2,4 Millionen davon gelten als genesen. Mittlerweile ist bekannt, dass bei COVID-19 auch Wochen und Monate nach der aktuellen Erkrankung Symptome bestehen bleiben oder neue dazu kommen. Da es sich, wie das RKI im epidemiologischen Steckbrief (Stand 18.3.21) bestätigt, um ein noch neuartiges Krankheitsbild mit unterschiedlichen klinischen Präsentationen handelt, würde bis jetzt keine einheitliche Definition zu den Langzeitfolgen existieren.

    Damit beschäftigen sich jedoch laut Deutschem Ärzteblatt einige internationale Studien: So zählen zu den häufigsten Symptomen Atembeschwerden, Fatigue, Gelenkschmerzen sowie Nerven- und Muskelschwächen. Treten diese in einem längeren Zeitfenster – die meisten Quellen sprechen von acht bis zwölf Wochen – nach der aktuellen Erkrankung auf, spricht man vom Post-Covid-Syndrom oder Long Covid.

    Genaue Zahlen, wie viele Menschen nach der Covid-Erkrankung mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben, sind bisher nicht bekannt. Diverse Umfragen von wissenschaftlichen Einrichtungen zeigen lediglich eine Orientierung. So deuten laut dem RKI Daten aus England darauf hin, dass 40 Prozent der hospitalisierten Erkrankten längerfristige Unterstützung benötigen.

    Diverse Kliniken erarbeiten bereits rehabilitative Programme für Post-Covid-Patienten. Mit Blick auf die differenzierten Symptome ist die interdisziplinäre und interprofessionelle Arbeit hier unabdingbar. Die physiotherapeutische Begleitung, zum Beispiel im Bereich Atemtherapie, Ausdauer- oder Krafttraining, ist unentbehrlich. Mit Bezug auf die „Leitlinie Physiotherapie für Post-COVID-19-PatientInnen“ von Krenek, Mühlbacher und Nessizius brauche es nun für freiberufliche arbeitende sowie in Rehabilitationseinrichtung tätige Fachkräfte der Physiotherapie Instrumente für physiotherapeutische Screeningtools und Therapiemaßnahmen im Praxissetting sowie für Hausbesuche.

    Mehr zum Thema

    Slavko Rogan und Eefje Luijckx vom Department Gesundheit der Berner Fachhochschule geben im Rahmen der pt HOLIdays zur therapie DÜSSELDORF einen Einblick in das physiotherapeutische Management für Personen mit Post-Covid-Syndrom. Dabei berücksichtigen sie Komorbiditäten und Vorerkrankungen. Zudem wird darauf eingegangen, wie die Durchführung von Befundung und Behandlung unter Berücksichtigung der Limitationen und Kontraindikationen erfolgen soll. Der Vortrag „Physiotherapie bei Patienten mit Post-Covid-Syndrom“ findet am 08. Oktober 2021 um 16.15 Uhr statt.

    Quellen:

    Bild: pixabay_geralt

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