Kongress

S-05 - Ataxie

Hands-on und Hands-off Therapie nach N.A.P.

Kurzbeschreibung

Vertiefungsseminar (Vorkenntnisse erforderlich)
2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Was weiß man bisher? Die Ataxie gehört zu den Leitsymptomen zerebellärer Erkrankungen. Beim Gesunden empfängt das Kleinhirn Nervensignale vom Rückenmark, die in Zusammenhang mit Lokomotionsmustern stehen. Die absteigenden Bahnen (rubrospinal, retikulospinal und vestibulospinal) feuern im Rhythmus der Stand- und Schwungbeinphasen und bestimmen somit den Gangrhythmus. Diese komplexe Koordinationsstörung, beinhaltet Störungen von Bewegung und Haltung, sowie des Sprechens und Schluckens. Auch das Sehen kann beeinträchtigt sein. Am häufigsten ist das Gehen gestört. Was bedeutet das für die Praxis? Betroffene leiden unter Bewegungsverlangsamung und Kraftverlust, vor allem der exzentrischen Muskelfunktion, um sich gegen die Schwerkraft behaupten zu können, um in Interaktion mit Ihrer Umwelt treten zu können. Ihre Zielgenauigkeit ist beeinträchtigt und sie können schlecht auf Veränderungen reagieren. Diese Fähigkeit ist abhängig davon, wie propriozeptive Kontrollschleifen verarbeitet werden, die das ZNS über Position und Lageveränderungen des Körperschwerpunktes informieren. Diese Information muss mit visuellem und vestibulärem Input alltagsorientiert in sinnvollen Kontexten korrdiniert werden, um das motorische Lernen zu fördern. Was erwartet die Teilnehmenden im Seminar? Teilnehmer erlangen Kompetenzen darin: - verschiedene Pathologien anhand von Fallbeispielen zu verstehen (MS, SHT, Kleinhirnblutung, erworbene und genetische neurogenerative Prozesse). - Symptome der ataktischen Bewegungsstörung einzuordnen und zu bewerten. - Propriozeptive, vestibuläre und visuelle Inputs mit Hands-on- und hands-off-Methoden zu fördern. - Eigenübungsprogramme für ihre Patienten zu erstellen.

Referent: