Kongress

S-18 - Physiotherapie bei Personen mit Post Covid-19 Condition

Therapie bei Post Covid-19 Condition

Kurzbeschreibung

Grundlagenseminar (ohne Vorkenntnisse)
2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Zu Beginn der Pandemie konzentrierte man sich bei einer COVID-19 Infektion auf deren Diagnose und das Management der akuten Krankheit. Im Laufe der Zeit wurde jedoch deutlich, dass die Krankheit nach der akuten Phase fortbestehen oder wiederkehren kann. Diese Zustände werden in der Literatur und in den Medien als Post-COVID-Zustände bezeichnet. Am 1. Oktober 2021 wurde zu den Ergänzungen der ICD-10-CM-Klassifikation ein neuer Code für Post Covid-19 Conditon (unspecified; U09.9)) vergeben. Zu den häufigsten Symptomen zählen Atembeschwerden, Erschöpfung und Müdigkeit, Gelenkschmerzen und auch Nerven- und Muskelschwäche [1]. Bestehen die Symptome länger als 12 Wochen, so wird die Diagnose Post-Covid-Syndrom gestellt [2]. Gerade im systemrelevanten Gebiet der Physiotherapie werden immer mehr Personen mit der Diagnose Post Covid-19 Condition kommen, welche auf eine kompetente Betreuung vertrauen. Für freiberufliche arbeitende sowie in Rehabilitationseinrichtung tätige Fachkräfte der Physiotherapie braucht es Instrumente für physiotherapeutische Screeningtools und Therapiemaßnahmen im Praxissetting und für Hausbesuche zur Behandlung von Personen mit Post Covid-19 Condition [3]. Das vorrangige Ziel ist hierbei möglichst schnell und nachhaltig eine Besserung in der Durchführung von geläufigen Alltagsaktivitäten, Berufstätigkeit und Selbstständigkeit zu erlangen [3]. Wir werden ein physiotherapeutisches Management für Personen mit Post-Covid-Syndrom im Rahmen der freiberuflichen Praxis, des Hausbesuchs und der Rehabilitation vorstellen. Hierbei wird für die Generierung eines Managementkonzepts Komorbiditäten und Vorerkrankungen berücksichtigt und ganzheitlich betrachtet. Zudem wird darauf eingegangen, wie die Durchführung von Befundung und Behandlung unter Berücksichtigung der Limitationen und Kontraindikationen erfolgen soll.

Referent:

Slavko Rogan
Berner Fachhochschule, Departement Gesundheit