Kongress

S-20 - Kombination aus posturaler Reha und hochintensivem Training verbessert Aufrichtung, Gang, Sturzrisiko und Lebensqualität bei M. Parkinson im mittleren Stadium

Einzelfallstudie bei einem Betroffenen mit Parkinson-Krankheit im mittleren Stadium

Kurzbeschreibung

Grundlagenseminar (ohne Vorkenntnisse)
2 Unterrichtseinheiten / Fortbildungspunkte

Beschreibung

Die medikamentöse Therapie hat auf die posturale Instabilität bei Menschen mit Parkinson-Krankheit lediglich geringen Einfluss. Darüber hinaus stellen Begleiterkrankungen wie Herzinsuffizienz und orthostatische Hypotonie weitere Mobilitätshindernisse dar. Rigidität, Elastizitäts- und Mobilitätsstörungen sowie pathologische Gangveränderungen können auf struktureller und funktioneller Ebene therapeutisch beeinflusst werden. Mithilfe spezifischer Techniken für die Aktivierung des Haltungs- und Bewegungssystems lassen sich sowohl die posturale Stabilität als auch die posturale Flexibilität verbessern, sodass das Sturzrisiko abnimmt. Individuell optimale Übungen mit und ohne Gerät auszuwählen und die jeweilige Dauer und Trainingsintensität für die bei der Parkinson-Krankheit beeinträchtigen muskuloskelettalen Strukturen sowie das Herz-Kreislauf-System festzulegen ist eine notwendige Aufgabe von Therapeut*innen. Geeignete Messinstrumente wie das Functional Gait Assessment für Gangauffälligkeiten, der Mini-BESTest zur Testung der posturalen Fähigkeiten sowie die MDS-Unified Parkinson's Disease Rating Scale können genutzt werden, um relevante Störungen und Verlaufsveränderungen aufzuzeigen.

Referent:

Alexander Dassel
N.A.P.-Akademie