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    Alltagsrelevante Assessments und Therapie bei neuroorthopädischen Gangstörungen (WS-29)

    26.09.20 | 16:00 – 17:00 Uhr

    Teilnehmeranzahl:

    max. 30, Voranmeldung erforderlich

    Art der Veranstaltung
    Kongressworkshop
    Kategorie:
    Physiotherapie
    Zielgruppe:
    Ergotherapeuten, Physiotherapeuten
    Teilnahme- empfehlung:

    Juniorclass

    Referent:

    N.A.P.-Akademie
    Frau Renata Horst

    Agenda:

    Einleitung

    Die Trennung zwischen den medizinischen Disziplinen Neurologie und Orthopädie ist primär historischer Natur. Anatomisch, biomechanisch oder funktionell lassen sich viele Erkrankungen und Verletzungen nicht eindeutig einem Fachgebiet zuordnen. Da jede periphere Verletzung oder Erkrankung zu zentralen Veränderungen, und auch jede zentrale Verletzung oder Erkrankung zu peripheren Veränderungen führt, ist grundsätzlich eine fachübergreifende Betrachtung und Bewertung hilfreich. Für die alltagsrelevante Befunderhebung bei Menschen mit Gangstörungen kann eine disziplinunabhängige Analyse genutzt werden, bei der irrelevant ist, ob die Ursachen im muskuloskelettalen oder neuralen System zu finden sind.

    Methode

    In drei Einzelfallanalysen wird die traditionelle Vorgehensweise zur Ermittlung der strukturellen bzw. funktionellen Fähigkeiten aufgezeigt, um anschließend die Ergebnisse hinsichtlich der Bedeutung für die Funktionalität auf Aktivitätsebene miteinander zu vergleichen. Für die Kraft wurden die Kraftgrade nach Janda (MFT) ermittelt, sowie der Motricity Index (MI). Für die aktive (AROM) und passive Beweglichkeit (PROM) wurde nach der Neutral-Null-Methode gemessen. Zur Beurteilung des Muskeltonus wurde die modifizierte Ashworth-Skala (MAS) verwendet. Mithilfe eines selbst entwickelten Testverfahrens wurden sowohl Kraft und Beweglichkeit als auch Muskeltonus auf der Aktivitätsebene beurteilt und mit den Ergebnissen auf der reinen Funktionsebene verglichen.

    Ergebnisse

    Es zeigen sich bei der Beurteilung der Fähigkeiten, unabhängig von der Zuordnung in die Bereiche Orthopädie, Neurologie oder Neuroorthopädie, ähnliche Struktur- und Funktionsauffälligkeiten, die im Vergleich auch ähnliche Auswirkungen auf die Alltagsfähigkeit haben. Die Qualität isoliert betrachteter Bewegungen lässt hierbei keine Rückschlüsse auf die Qualität der gesamten Aktivität zu. Eine wichtige Rolle bei der Beurteilung spielt hier auch die Wahl der Ausgangsstellung.

    Diskussion (Bedeutung der vorgelegten Arbeit und Schlussfolgerung)

    Die Trennung zwischen den Bereichen Neurologie und Orthopädie ist aufgrund der Komplexität vieler Störungsbilder nicht möglich. Für die Testung der Funktionalität kann auf einen Aktivitätstest zurückgegriffen werden, der auf Ebene der Aktivität die muskuloskelettalen und neuralen Fähigkeiten gleichzeitig untersucht.

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